Hardheim. (adb) Die „Starke Kinder Kiste“ soll Kinder zu größerem Selbstbewusstsein und innerer Stärke verhelfen. Konzipiert von der „Hänsel und Gretel Kinderschutzstiftung“ und repräsentiert durch die Katze Kim als Maskottchen, hilft sie dabei, Gefühle zu entdecken und zu erkennen, ein verbindliches Nein auch gegenüber Erwachsenen nicht als unanständig aufzufassen und zwischen angenehmen und unangenehmen Berührungen zu unterscheiden. Jüngst überreichte der Lions Club Madonnenland eine „Starke Kinder Kiste“ im Wert von 1950 Euro an den Gemeindekindergarten („Kindervilla Kunterbunt“): Nachdem 2025 alle Kindergärten der Raumschaft Hardheim unterstützt worden waren, hat diese Kiste ihren festen Platz in der „Kindervilla Kunterbunt“. Deren Leiterin Corina Zegewitz freute sich: „Die Arbeit in der Praxis wird sehr erleichtert!“, bemerkte sie. Stellvertreterin Doris Steinbach fügte an, dass die „Starke Kinder Kiste“ bisher gut angenommen werde: „Die Kinder sind begeistert und machen toll mit, auch die Rückmeldungen der Eltern sind positiv“, so ihr Fazit.
Als Vertreter der „Lions“ waren Bernhard Bischof, Rebecca Mahlik, Roland und Hannelore Müller sowie Elke Hädicke erschienen. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Kinder zu stärken und sie zu schützen. Künftig wollen wir auch an die Grundschulen gehen, da wir uns als Partner aller Kinder und Jugendlichen definieren“, erklärte sie. So bewirke die „Starke Kinder Kiste“ die spielerische Konfrontation mit den Grenzen. Das verdeutlichte auch Elvira Willy-Schäfer von der psychologischen Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Caritasverbands Neckar-Odenwald-Kreis e.V., die auch den zwischenzeitlich weiter verbesserten und erweiterten Inhalt der Kiste vorstellte – die genau genommen aus zwei Kisten besteht. Zur gut gefüllten Bücherkiste, die auch das Arbeitsbuch „Echte Schätze“ zur fachlichen Begleitung durch die Erzieher beinhaltet, kommt die Aktionskiste mit Herz, Megaphon, der niedlichen Plüschkatze Kim und weiteren Gegenständen. „Diese stehen dafür, dass man sich jederzeit Hilfe holen soll und darf, dass ein Nein immer erlaubt ist und man seine Gefühle in kindgerechter Weise darstellen kann. So sollen Kinder die Chance erkennen, selbst tätig zu sein und über Missbrauchserlebnisse sprechen können!“, informierte sie und räumte ein, dass sich in den letzten zwei Jahrzehnten einiges verändert habe – im Gegensatz zu früher werde man zuweilen auch an Kindergärten von sexualisierten Verhaltensweisen bereits der Kleinsten erschüttert, die auf hohen und maßlosen Medien- und besonders Smartphonekonsum zurückzuführen seien.
Bürgermeister Stefan Grimm zollte ein Lob: „Es geht nicht darum, Hysterie und Unfriede zu verbreiten – es geht um Prävention und Sensibilisierung“, konstatierte er. Je stärker Kinder mental werden und je besser sie ihre Rechte kennen, umso stabiler seien sie eines Tages als Erwachsene.
Internet: www.starkekinderkiste.de.
